GFK-Gespräch - "Gewaltfrei mit Herausforderungen wachsen"

Wie können die GFK-Prinzipien helfen, dem Unangenehmen des Lebens auf gesunde Weise zu begegnen und mehr Entspannung und Lebensfreude zu erfahren?

Anmeldung zu den nächsten GFK-Gesprächen zu diesem Thema:

Zum Ablauf siehe unsere Hauptseite "GFK-Gespräche"

Inhalt dieses GFK-Gesprächs:

Wie kann ich mit meinen Gefühlen auf eine fruchtbare Weise umgehen?

Wie kann ich unangenehmen Situationen auf eine Weise begegnen, die mir gut tut?

Wie kann ich eigene Gewohnheiten und Verhaltensmuster ändern, die mir nicht gefallen?

Wie kann ich unangenehme Situtationen (Fehler, Konflikte, ...) für ein besseres Miteinander nutzen?

 

In diesen GFK-Gesprächen wollen wir gemeinsam untersuchen, wie die gewaltfreie (d.h. nicht-verletzende, mitfühlende) Perspektive der GFK, uns konkret in unseren jeweiligen persönlichen Herausforderungen

die persönliche Entwicklung unterstützen kann. Jede/r Teilnehmer/in ist eingeladen, eigene Fragen und Herausforderungen zu diesem Thema einzubringen (unten findest Du eine allgemeine Darstellung der Bereiche von Persönlichkeitsentwicklung).

Wir sammeln zu Beginn die Fragen und versuchen so viele wie möglich davon zu klären.

 

Eine Übersicht der Bereiche von Persönlichkeitsentwicklung:
(Nach Ken Wilber und seiner "Integralen Lebenspraxis". Wilber wird von manchen auch als "Einstein der Bewusstseinsforschung" bezeichnet und er hat mich nicht nur zu diesem Thema sehr inspiriert)

 

Für Ken Wilber besteht persönliche Entwicklung aus drei großen Bereichen. Die Entwicklung in diesen drei Bereichen hört mit dem "Erwachsenwerden" nicht auf, sondern schreitet (wenn wir sie nicht vernachlässigen) bis zu unserem Tod fort:

  • Das "Aufwachsen":
    Das zunehmende Reifen der Persönlichkeit, das im Grunde nie aufhört. Hierzu gehört unter anderem die kognitive Entwicklung (das verstandesmäßige Erfassen und Erklären), die in unserer Gesellschaft in den Schulen praktisch ausschließlich gefördert wird. Allerdings gibt es noch viele andere Entwicklungslinien, die für ein gesundes und zufriedenes Leben wichtig sind und bei deren Entwicklung jeder leider üblicherweise weitgehend sich selbst überlassen ist - z.B.:
    - die emotionale Entwicklung (ein zunehmend geübterer und hilfreicher Umgang mit den eigenen Gefühlen),
    - die soziale Entwicklung (ein zunehmend geübter und hilfreicher Umgang mit anderen Menschen),
    - die moralische Entwicklung (ein zunehmend "selbst- und allgemeinverträglicher" Umgang mit der Frage: "Was soll ich tun?", und viele andere mehr...
  • Das "Aufwachen":
    Das zunehmende Bewusstwerden dessen was wirklich wichtig und das Erkennen und Auflösen der leidvollen Illusionen.
    Hier geht es um das was auch als "spirituelle Entwicklung" bezeichnet wird.
  • Das "Aufräumen":
    Das "Beleuchten der Schatten", der unbewussten Anteile in uns. Das Heilen der alten Verletzungen. Das Lösen der unbewältigten Entwicklungsprobleme, die uns entweder "allergisch" dem Verhalten anderer oder Umständen gegenüber reagieren lassen. Oder sie halten uns in Abhängigkeit von Dingen, Substanzen und Menschen fest, bringen uns also dazu "süchtig" zu sein.
    Hier geht es um ein Aufarbeiten alter Verletzungen, die wohl jeder Mensch in unserer Gesellschaft in der Kindheit und Jugend erfahren hat.
    Diese Verletzungen behindern uns bei unserer persönlichen Weiterentwicklung. Vor allem aber führen sie immer wieder zu unangenehmen Situationen im sozialen Zusammenleben mit anderen (besonders mit den uns nahestehenden Menschen und mit den Menschen, denen wir nicht ausweichen können).
    Dieser Bereich wird in unserer Gesellchaft ebenfalls sehr vernachlässigt. Zum Beispiel wird Psychotherapie, die hier unterstützen könnte, nur für psychische Erkrankungen als notwendig erachtet.

Für eine ideale persönliche Förderung empfiehlt Ken Wilber in seiner "Integralen Lebenspraxis", in allen diesen drei Bereichen, Unterstützung zu suchen und eine alltägliche Übungspraxis aufzubauen.

Die Integrale Lebenspraxis soll ein wichtiger Bestandteil für die beratende Unterstützung der Mitglieder der "allseitigen Unterstützungsgemeinschaft" werden.