Ganzheitliche Entwicklung mit der
Integralen Lebenspraxis*

 

Die Integrale Lebenspraxis (ILP) von Ken Wilber et al. integriert alle bekannten Entwicklungstheorien und bietet einen umfassenden Erklärungsrahmen, welche Elemente uns Menschen bei einer ganzheitlichen Entwicklung und Entfaltung unterstützen. Die Frage: "Was brauchen wir um wirklich und ganzheitlich zu gedeihen?" wird umfassend beantwortet, ohne die individuellen Eigenheiten der Menschen zu unterdrücken. Eine umfassende Unterstützung muss im Sinne der integralen Theorie alle Quadranten, alle Ebenen und alle Entwicklungslinien berücksichtigen.

 

Die Integrale Lebenspraxis empfiehlt vier "Kernmodule" für eine Lebenspraxis, die uns optimal gedeihen lässt. Dabei ist zu bedenken, dass diese Kernmodule sich gegenseitig beeinflussen.

  1. Das Körpermodul. Hier geht es vor allem um die Frage: Was brauchen wir damit unser Körper gesund wird und es auch bleibt. Hierbei ist der materielle Körper (grobstofflicher Körper), aber auch der "emotionale Körper" (subtile Körper) und auch der "Bewusstseinskörper" (kausale Körper) zu berücksichtigen. Alle drei Körper hängen miteinander zusammen.
    Zum Körpermodul gehören verschiedene Übungen für jeden der drei Körper. Hierzu gehört aber auch eine gesunde Ernährung (ein Augenöffner dazu: https://gamechangersmovie.com/#trailer ).
    Als Übungen werden zum Beispiel Tanzen, Laufen oder Gewichtheben für den grobstofflichen Körper vorgeschlagen, Yoga, Qi Gong oder Luzides Träumen für den subtilen Körper, oder Meditation, Matra-Meditation oder Gebet der Sammlung für den kausalen Körper.
  2. Das Verstandmodul. Die Integrale Lebenspraxis konzentriert sich hier auf die (prinzipiell unbegrenzte) Entwicklung auf drei Dimensionen.
    Zum einen soll hier das einnehmen verschiedener Perspektiven geübt werden und zum anderen soll der geistige Bezugsrahmen für diese Perspektiven erweitert werden und damit auch deren Zusammenhänge sichtbar machen.
    Hier wird das Studium der Integralen Theorie oder anderer Bezugsrahmen empfohlen, sowie die Übung, verschiedene Perspektiven einzunehmen. Die Einahme verschiedener Perspektiven kann duch Bücher geübt werden, duch das Betrachten von Kustwerken, oder durch Gespräche mit anderen Menschen. Wenn wir dabei die Neugier mit Fragen wie: "Was meint dieser Mensch damit?", "Wie geht es ihm und was liegt ihm am Herzen?", aufrechterhalten, üben wir andere Perspektiven zu sehen.
  3. Das GEISTmodul. Hier geht es um eine spirituelle Praxis. Dies kann Meditation, Kontemplation oder Gebet sein. Das hat nichts mit dem zu tun, was wir als Religion kennen. Allerdings meint Wilber et al. "Eine solche [spirituelle] Praxis enthält mit Sicherheit den Kern aller Religionen, kann aber nicht auf die Dogmen einer bestimmten Religion begrenzt sein." (Integrale Lebenspraxis, S. 240).
  4. Das Schattenmodul. Dies ist für Ken Wilber ein sehr wichtiges (und oft vernachlässigtes) Modul. Es geht hierbei im Grunde darum, die emotionalen Verletzungen zu heilen, die wir wohl alle während unserer Sozialisierung in sehr unterschiedlichem Maße erfahren haben.
    Diese Verletzungen sind in der Regel zumindest teilweise ins Unbewusste verdrängt und also nicht sichtbar. Sie sind sogenannte "Schatten", die sich nur indirekt zeigen. Diese Schatten können durch "Schattenarbeit" sichtbar gemacht werden. Den Ausdruck der Schatten sehen wir in allen unangenehmen Gefühlen und Empfindungen. Das Aufdecken der Schatten führt auch zur Umwandlung der unangenehmen Gefühle und Empfindungen ("sekundäre" Gefühle) in "primäre" Gefühle. Diesen kann dann offen begegnet werden.
    Als Praxis für diese Schattenarbeit kann Psychotherapie oder eben auch eine Praxis wie die GFK-Transformationspraxis "Sieben Elemente der Selbstheilung" genutzt werden. Es geht hier langfristig auch um das was man "Psychohygiene" oder "emotionale Pflege" nennen könnte.

 

*Die Integrale Lebenspraxis wird in dem gleichnamigen Buch von Ken Wilber, Terry Patten, Adam Leonard und Marco Morelli beschrieben. Sie wurde auf Basis der Integralen Theorie Ken Wilbers entwickelt. Die Integrale Theorie wiederum basiert auf der Arbeit von vielen hundert WissenschaftlerInnen und ExpertInnen und bietet unter anderem ein Erklärungsmodell zur Auflösung bis dahin unauflösbar erscheindender Widersprüche zwischen den verschiedensten Denk- und Forschungsrichtungen, wie z.B. zwischen Naturwissenschaft und Religion (in einem gleichnamigen Buch löst Wilber die hier vorhandenen Widersprüche anhand seiner Integrale Theorie auf).



 Volkmar Richter
Ressourcen zur Umwandlung
von Konflikten und unangenehmen Situationen
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